Preußische Pickelhauben – Infanterie- & Kürassierhelm-Repliken
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Pickelhaube Preußen 1867
Pickelhaube Preußen 1889
Preußische Pickelhaube 1905
Pickelhaube Preußische Infanterie 1889 – Lederhelm mit Messingbeschlägen, Replik
Pickelhaube Preußen 1889
Preußische Pickelhauben und Kürassierhelme des 19. Jahrhunderts
Die Pickelhaube gehört zu den bekanntesten militärischen Kopfbedeckungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Der charakteristische „Helm mit Spitze“ wurde 1842 im preußischen Heer eingeführt und im Laufe der folgenden Jahrzehnte mehrfach verändert. Je nach Truppengattung, Dienstgrad und Modell unterschieden sich Material, Beschläge, Embleme und weitere Details.
In dieser Warengruppe findest Du Repliken preußischer Pickelhauben, darunter Infanteriehelme aus Leder sowie metallene Kürassierhelme. Unser derzeitiges Sortiment orientiert sich vor allem an preußischen Modellen aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Warum heißt der Helm Pickelhaube?
Die heute allgemein gebräuchliche Bezeichnung „Pickelhaube“ war ursprünglich nicht die offizielle militärische Bezeichnung. Der Helm wurde in Preußen als „Helm mit Spitze“ eingeführt. Im allgemeinen Sprachgebrauch setzte sich jedoch schnell der Name Pickelhaube durch.
Das auffälligste Merkmal ist die Metallspitze auf der Oberseite des Helms. Sie prägt die Silhouette so stark, dass die Pickelhaube bis heute unmittelbar mit Preußen und später auch mit dem Deutschen Kaiserreich verbunden wird.
Die Einführung der Pickelhaube in Preußen
Die Pickelhaube wurde 1842 unter König Friedrich Wilhelm IV. in der preußischen Armee eingeführt. Damit ersetzte der neue Helm bei verschiedenen Truppenteilen ältere militärische Kopfbedeckungen wie den Tschako.
Die ursprünglichen Ausführungen wurden in den folgenden Jahrzehnten mehrfach überarbeitet. Form und Größe der Helmglocke, Spitze, Beschläge, Kinnriemen und Embleme konnten sich ebenso verändern wie die Materialien.
Deshalb sollte eine Pickelhaube von 1867 nicht automatisch mit einem Modell von 1889 oder einer späteren Ausführung des frühen 20. Jahrhunderts gleichgesetzt werden. Für eine historische Darstellung ist die jeweilige Modell- beziehungsweise Jahresangabe ein wichtiges Auswahlkriterium.
Infanterie-Pickelhauben aus Leder
Besonders bekannt ist die schwarze Lederpickelhaube der preußischen Infanterie. Die Helmglocke wurde aus Leder gefertigt und mit Metallteilen wie Spitze, Beschlägen und dem charakteristischen Frontemblem versehen.
In unserem Sortiment findest Du beispielsweise eine Replik einer preußischen Infanterie-Pickelhaube nach dem Modell von 1889. Sie besitzt einen schwarzen Lederhelm mit Messingbeschlägen, preußischem Adler, Lederinlay und Kinnriemen.
Eine solche Lederpickelhaube unterscheidet sich konstruktiv und beim Gewicht deutlich von den metallenen Helmen der Kürassiere.
Kürassierhelme aus Metall
Die preußischen Kürassiere trugen metallene Pickelhauben. Diese werden ebenfalls als Kürassierhelme bezeichnet und unterscheiden sich bereits durch ihren Werkstoff deutlich von den ledernen Infanteriehelmen.
In unserem Sortiment befinden sich Kürassierhelm-Repliken aus Messing beziehungsweise Stahl. Zu den angebotenen Vorbildern gehören Modelle von 1867 und 1889.
Pickelhaube Preußen 1867
Unsere Pickelhaube Preußen 1867 ist eine Replik eines preußischen Kürassierhelms aus Messing. Der Helm besitzt den charakteristischen preußischen Adler auf der Front sowie eine Metallspitze auf mehrteiligem Untersatz.
Das Modell besitzt ein Lederinlay und ist laut den angegebenen Maßen für einen Kopfumfang bis etwa 59 cm ausgelegt. Mit einem Gewicht von ungefähr 1,25 kg unterscheidet es sich deutlich von einer ledernen Infanterie-Pickelhaube.
Preußische Pickelhauben von 1889
Auch für das Jahr 1889 führen wir unterschiedliche preußische Helmrepliken. Dabei ist besonders wichtig, nicht nur auf die Jahreszahl zu achten: Eine Infanterie-Pickelhaube aus Leder und ein Kürassierhelm aus Stahl stellen trotz gleicher zeitlicher Einordnung verschiedene Ausführungen dar.
Unsere metallenen Kürassierhelme von 1889 besitzen je nach Modell eine Helmglocke aus Stahl beziehungsweise eine entsprechende Metallausführung mit Messingbeschlägen. Für die genaue Ausstattung, Maße und Materialangaben ist deshalb immer die Beschreibung des jeweiligen Artikels maßgeblich.
Preußischer Adler und Beschläge
Zu den charakteristischen Gestaltungselementen vieler preußischer Pickelhauben gehört das große Frontemblem mit dem preußischen Adler. Hinzu kommen je nach Modell Metallspitze, Einfassung, Beschläge, Kokarden und Kinnriemen beziehungsweise Schuppenketten.
Diese Elemente waren historisch nicht bei sämtlichen Pickelhauben identisch. Truppengattung, Regiment, Dienstgrad und Modell konnten zu unterschiedlichen Ausführungen führen.
Für eine historisch eingegrenzte Darstellung solltest Du deshalb nicht allein danach auswählen, ob ein Helm einen preußischen Adler und eine Spitze besitzt. Entscheidend ist die Gesamtausführung des konkreten Modells.
Pickelhaube oder Kürassierhelm – was ist der Unterschied?
Pickelhaube ist der übergeordnete gebräuchliche Begriff für den charakteristischen Helm mit Spitze. Innerhalb dieser Helmtradition gab es unterschiedliche Ausführungen für verschiedene Truppengattungen.
Ein preußischer Infanteriehelm bestand typischerweise aus einer ledernen Helmglocke mit Metallbeschlägen. Kürassiere trugen dagegen metallene Helme. Ein Kürassierhelm mit Spitze kann daher ebenfalls eine Pickelhaube sein, unterscheidet sich aber hinsichtlich Material und militärischer Verwendung deutlich von einer Infanterie-Pickelhaube.
Pickelhauben im Deutschen Kaiserreich
Die Pickelhaube blieb nicht auf die Anfangszeit ihrer Einführung beschränkt. Während der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie zu einem besonders auffälligen Bestandteil preußischer und später deutscher Uniformen.
Ihre Form wurde vielfach verändert und für unterschiedliche Truppengattungen angepasst. Dadurch entstand eine große Vielfalt an Leder- und Metallhelmen, Offiziers- und Mannschaftsausführungen sowie unterschiedlichen Frontemblemen und Beschlägen.
Gerade für Sammler ist deshalb die genaue Bezeichnung eines Modells wesentlich interessanter als der allgemeine Begriff „Pickelhaube“.
Von der Pickelhaube zum Stahlhelm
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurden Pickelhauben noch militärisch verwendet. Die traditionelle Konstruktion bot jedoch keinen ausreichenden Schutz gegen die Bedingungen der modernen Kriegführung.
1916 begann im deutschen Heer die Einführung des modernen Stahlhelms. Damit verlor die Pickelhaube ihre bisherige Rolle als regulärer militärischer Gefechtshelm zunehmend.
Reproduktionen späterer militärischer Stahlhelme findest Du zusammen mit Morionen, Burgonets und anderen Helmformen bei unseren neuzeitlichen Helmen.
Historische Replik oder Original?
Die bei uns angebotenen Pickelhauben sind moderne Repliken historischer Helmtypen. Sie sind keine Originalhelme aus dem 19. Jahrhundert.
Bei einer Replik können einzelne Fertigungsmethoden, Materialien oder Details vom historischen Original abweichen. Wenn Dir eine bestimmte militärhistorische Darstellung wichtig ist, solltest Du deshalb die konkrete Modellbezeichnung, Jahresangabe, Truppengattung und Ausstattung des jeweiligen Artikels beachten.
Welche Pickelhaube passt zu Deiner Darstellung?
Für die Auswahl sind insbesondere folgende Punkte wichtig:
- Modell und Datierung: beispielsweise 1867 oder 1889
- Truppengattung: etwa Infanterie oder Kürassiere
- Material: Leder, Stahl oder Messing
- Frontemblem und Beschläge: passend zum dargestellten Modell
- Kopfumfang: passend zur eigenen Kopfgröße
- Innenmaße: besonders bei starren Metallhelmen wichtig
- Innenausstattung: beispielsweise Lederinlay und Kinnriemen
- Gewicht: relevant, wenn der Helm längere Zeit getragen werden soll
- Verwendung: Sammlung, historische Darstellung, Reenactment, Theater oder Ausstellung
Größe und Passform einer Pickelhaube
Bei tragbaren Pickelhauben solltest Du zunächst Deinen Kopfumfang mit der beim jeweiligen Modell angegebenen Größe vergleichen.
Besonders bei metallenen Kürassierhelmen kann zusätzlich die Form der Helmglocke entscheidend sein. Sofern Innenmaße von Stirn zu Hinterkopf und von Ohr zu Ohr angegeben sind, solltest Du auch diese Werte berücksichtigen.
Ein verstellbares Lederinlay kann den Sitz innerhalb eines gewissen Bereichs verändern, macht eine grundsätzlich zu kleine oder ungünstig geformte Helmglocke aber nicht größer.
Weitere Hinweise zur Größenbestimmung findest Du in unserer Maßtabelle für Helme.
Pickelhauben für Sammlung und historische Darstellung
Eine Pickelhauben-Replik eignet sich besonders für militärhistorische Sammlungen, Ausstellungen, Reenactment, Theater und andere historische Darstellungen.
Welches Modell geeignet ist, hängt vom gewünschten Zusammenhang ab. Wer eine preußische Infanteriedarstellung von 1889 zusammenstellt, benötigt eine andere Ausführung als jemand, der einen Kürassierhelm desselben Zeitraums sucht.
Unsere Pickelhauben sind historische Repliken und sollten nicht als moderne Schutzhelme verstanden werden.
Helmständer für Pickelhauben
Eine Pickelhaube lässt sich auf einem Helmständer besonders gut präsentieren. Dabei sollte ausreichend Höhe für die charakteristische Helmspitze vorhanden sein. Bei schweren Metallhelmen ist außerdem ein stabiler Stand wichtig.
Verschiedene Helmständer und weiteres Helmzubehör findest Du gesammelt in unserem Zubehörbereich.
Pflege von Leder-, Stahl- und Messinghelmen
Die passende Pflege hängt vom Material der Pickelhaube ab. Ein Lederhelm benötigt eine andere Behandlung als ein Kürassierhelm aus Stahl oder Messing.
Leder sollte trocken gelagert und vor längerer direkter Sonneneinstrahlung sowie großer Hitze geschützt werden. Metallbeschläge können vorsichtig von Staub und Handschweiß befreit werden.
Stahlteile sollten trocken gehalten werden, da nicht rostfreier Stahl bei Feuchtigkeit korrodieren kann. Messing kann dagegen mit der Zeit eine natürliche Patina entwickeln.
Bei lackierten, geschwärzten oder künstlich gealterten Oberflächen solltest Du keine aggressive Politur verwenden, ohne die jeweilige Oberflächenbehandlung zu berücksichtigen.
Häufige Fragen zu Pickelhauben
Wann wurde die Pickelhaube eingeführt?
Der preußische „Helm mit Spitze“ wurde 1842 im preußischen Heer eingeführt. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Konstruktion mehrfach verändert und für unterschiedliche Truppengattungen angepasst.
Warum heißt die Pickelhaube Pickelhaube?
„Pickelhaube“ war ursprünglich die volkstümliche Bezeichnung für den offiziell als „Helm mit Spitze“ bezeichneten preußischen Militärhelm. Der Name bezieht sich auf seine auffällige Metallspitze.
Waren alle Pickelhauben aus Leder?
Nein. Viele Infanteriehelme besaßen eine lederne Helmglocke mit Metallbeschlägen. Kürassiere trugen dagegen auch metallene Pickelhauben aus Stahl beziehungsweise anderen Metallausführungen.
Was ist ein Kürassierhelm?
Ein Kürassierhelm ist ein Helm der schweren Kavallerie. Preußische Kürassier-Pickelhauben wurden aus Metall gefertigt und unterscheiden sich dadurch deutlich von den bekannten ledernen Infanterie-Pickelhauben.
Ist eine Pickelhaube von 1889 immer gleich aufgebaut?
Nein. Truppengattung und Ausführung sind ebenso wichtig wie die Jahresangabe. Eine Infanterie-Pickelhaube von 1889 kann beispielsweise aus Leder bestehen, während ein Kürassierhelm desselben Zeitraums aus Metall gefertigt ist.
Welche Größe benötige ich?
Vergleiche Deinen Kopfumfang mit der beim Artikel angegebenen Größe. Bei Metallhelmen solltest Du zusätzlich vorhandene Innenmaße berücksichtigen, da die Form der Helmglocke kaum verändert werden kann.
Sind die angebotenen Pickelhauben historische Originale?
Nein. Es handelt sich um moderne Repliken historischer Pickelhauben beziehungsweise Kürassierhelme.
Kann ich eine Pickelhaube als Schutzhelm verwenden?
Nein. Die angebotenen Repliken sind für Sammlung, Darstellung und vergleichbare historische Zwecke gedacht und ersetzen keinen modernen geprüften Schutzhelm.
Wo finde ich einen Helmständer für meine Pickelhaube?
Helmständer und weiteres Zubehör für historische Helme findest Du gesammelt bei unserem Helmzubehör.